Panoramablick auf die Welterbestadt Quedlinburg

Heinrich I. in Quedlinburg - Sonderausstellung in zwei Kapiteln

01. Nov 2018

Marion Goldbeck präsentiert das Plakat zur Ausstellung. Es zeigt Heinrich I., die Darstellung stammt aus einer anonymen Kaiserchronik aus Cambridge, auf dem Thorn sitzend und seine aus Urkunden bekannte Unterschrift. Die Farben Sandstein, Bronze, Rot und Gold symbolisieren Königtum und Kirche.
Marion Goldbeck präsentiert das Plakat zur Ausstellung. Es zeigt Heinrich I., die Darstellung stammt aus einer anonymen Kaiserchronik aus Cambridge, auf dem Thorn sitzend und seine aus Urkunden bekannte Unterschrift. Die Farben Sandstein, Bronze, Rot und Gold symbolisieren Königtum und Kirche.

Die 1100. Wiederkehr der Erhebung des Sachsenherzogs Heinrich in den Königsstand wird im Jahr 2019 mit der eindrucksvollen Sonderausstellung "Heinrich I. in Quedlinburg" in zwei Kapiteln erlebbar gemacht.

Wer war dieser Heinrich? Was macht diese Persönlichkeit auch heute noch so bedeutsam? Warum steht er in so enger Verbindung zu Quedlinburg?
Die Sonderausstellung „Heinrich I. in Quedlinburg“ lädt im Kapitel „919 – plötzlich König“ im Schlossmuseum zu einer Zeitreise ein und gibt Antworten u.a. auf diese Fragen.
Bis die Ausstellung am 19. Mai 2019 voraussichtlich um 10:30 Uhr feierlich und am 16 Uhr für die Öffentlichkeit eröffnet wird, vergehen noch einige Monate. Einen ersten Einblick in die Ausstellungsplanung gab am Montag, dem 29. Oktober, Marion Goldbeck, bei der Stadtverwaltung zuständig für den Bereich Museen und stellte auch das Plakat vor, das auf die Ausstellung aufmerksam machen wird.
Es zeigt Heinrich I., die Darstellung stammt aus einer anonymen Kaiserchronik aus Cambridge, auf dem Thorn sitzend und seine aus Urkunden bekannte Unterschrift. Die Farben Sandstein, Bronze, Rot und Gold symbolisieren Königtum und Kirche.
Die Ausstellung selbst nimmt Form an. „Einen Erlebnisbereich in drei Sonderausstellungsräumen und im ottonischen Kellergewölbe wollen wir schaffen“, informiert Marion Goldbeck. Ein „Lebendes Buch“, eine multimediale Installation – Verbindung von Buch und Film, wird im ersten Raum einen Überblick geben. Der Besucher kann darin blättern und es zum Leben erwecken. Es wird so zu einem digitalen Leitsystem für die Ausstellung. Mit einem Zeitstrahl werden die Lebensstationen Heinrichs dargestellt, die Entwicklung seines Reiches und unserer heutigen Welterbestadt beleuchtet.
Der zweite Raum entsteht in Anmutung einer Schatzkammer. Hier werden zeitauthentische Gegenstände, darunter eine hochwertige Kopie der Heiligen Lanze, die Urkunde Heinrich I. von 922 und die Goldscheibenfibel aus Groß-Orden, gezeigt. Mythen und Legenden werden hinterfragt. Zu einer Suche nach dem politischen Erfolgsrezept Heinrich I. lädt der dritte Raum ein. „In einer begehbaren Szene wird der Besucher selbst zum Teil der Geschichte“, verrät Frau Goldbeck augenzwinkernd.
„Wir gehen davon aus, dass die Ausstellung bis zum 2. Februar 2020 gezeigt werden kann, danach sind die Räume aufgrund der anstehenden Bauarbeiten nicht mehr nutzbar. Wesentliche Elemente der Sonderausstellung und insbesondre die interaktiven, sollen dann in die neu zu gestaltende Ausstellung, einem Rundgang durch Museum und Kirche, gezeigt werden“, informierte die Museumsverantwortliche
Gebaut werde auch im Jubiläumsjahr. Eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten. „Doch auch Planen können als Werbeträger für Jubiläum und Ausstellung genutzt werden und Baustellentourismus kann auch neugierig machen“, lädt Marion Goldbeck ein auch später nochmal vorbei zu schauen.

Hintergrund:

2019 feiert die Welterbestadt Quedlinburg das 1.100-jähriges Thronjubiläum Heinrich I. mit einer Sonderausstellung am authentischen Ort der Geschichte. Das erste Kapitel wird im Schlossmuseum zu sehen sein und trägt den Titel „919 – plötzlich König". Das zweite Kapitel „Am Anfang war das Grab" wird direkt gegenüber in der Stiftskirche St. Servatii zu sehen sein. Dort, wo sich die Grablege König Heinrichs I. befindet, wird der frühen Zeit des Stifts und der Entwicklung der Stiftskirche als Gedenkort gedacht.
Bereits 2016 konnten renommierte Wissenschaftler gewonnen werden, die in einem Beirat die Ausstellungsmacher beraten und gemeinsam die Schwerpunkte und Ausstellungsinhalte setzten. Eine Kooperation mit der Otto-von-Guericke-Universität und dem Zentrum für Mittelausstellungen Magdeburg gehören wie die Unterstützung durch die Förderer (das Land Sachsen-Anhalt, die Ostdeutsche Sparkassenstiftung zusammen mit der Harzsparkasse, Lotto Sachsen-Anhalt sowie die ÖSA) zu den tragenden Säulen der Sonderausstellung.