Panoramablick auf die Welterbestadt Quedlinburg

Abschied von Heinrich I. und dem Schlossmuseum

30. Jan 2020

Gerüste im Innenhof des Schlosses, Foto: Städtische Museen der Welterbestadt Quedlinburg
Gerüste im Innenhof des Schlosses, Foto: Städtische Museen der Welterbestadt Quedlinburg

Mit dem Ende der Sonderausstellung beginnt der Umbau des Schlossmuseums

Täglich wachsen die Baugerüste am Schloss und künden schon von der baldigen Schließung am 3. Februar 2020. Umfangreiche Umbau- und Sanierungsarbeiten machen die Schließung notwendig. Wer das Schlossmuseum in seiner heutigen Form und die Sonderausstellung „Heinrich I. in Quedlinburg“ noch sehen möchte, sollte die Gelegenheit nutzen.
Ab 3. Februar heißt es dann: packen und umziehen. „Das gesamte Inventar des Museums muss sicher verpackt werden, damit es den Umzug in das Magazingebäude in der Halberstädter Straße unbeschadet übersteht.“ sagt die Museumsleiterin Uta Siebrecht. Dort wird es eingelagert bis zur Wiedereröffnung in etwa drei Jahren. Auch die Mitarbeiter ziehen um. „Die Arbeitsplätze sind derzeit im Südwestflügel untergebracht, genau zwischen der Stiftskirche und den aktuellen Ausstellungsräumen des Schlossmuseums. Da Kirche und Museum später für die Besucher in einem Rundgang erlebbar sein sollen, und die jetzigen Büros Ausstellungsräume werden, ziehen die Mitarbeiter in die Dechanei um, die derzeit dafür baulich hergerichtet wird. Das sind die ehemaligen Wohn- und Wirtschaftsräume der Dechantin im Damenstift, über dem Tor, in Richtung des Schlosskruges“, erklärt Uta Siebrecht.
Ein Besuch der Baustelle lohnt auch in den nächsten drei Jahren: Der Stiftsberg, die Stiftskirche, die Gastronomie sowie der Barockgarten bleiben während der gesamten Bauzeit geöffnet. Für die Besucher kommt es zu kleinen Einschränkungen in der Zuwegung. Der Aufstieg erfolgt ausschließlich über die Pastorentreppe auf der Nordseite des Berges. Hinweisschilder an der Auffahrt und im Hof weisen den Besuchern den Weg.
Am 2. Februar nehmen die Mitarbeiter und Besucher von 14 bis 16 Uhr gleich doppelt Abschied: vom Schlossmuseum und von der zweiteiligen Sonderausstellung „Heinrich I. in Quedlinburg“ in Schlossmuseum und Stiftskirche.
Zur Finissage der Sonderausstellung und zum Abschied vom Schlossmuseum wird es ein vielfältiges Programm auch mit Sonderführungen geben. Gästeführer Frank Sacher wird in der Rolle Heinrichs I. die Besucher über den Schlossberg und durch die Sonderausstellung leiten. Gästeführer Michael Ulrich wird in Gestalt von Stiftshauptmann Georg Otto Edler von Plotho durch die Prunkgemächer des Damenstiftes führen, wo die Gäste eine musikalische Überraschung erwartet. Treffpunkt ist jeweils der Eingang des Schlossmuseums. Wer das eigens für das Festjahr 2019 entwickelte Theaterstück „Heinrich, Otto, Otto und Otto oder Wie 12 noble Damen zu ihren Namen kamen“ verpasst hat, darf sich freuen. Schauspieler Benedikt Schörnig und Musiker Wojtek Swiatek zeigen nochmals am Raubgrafenkasten im Schlossmuseum eine besondere Szene: Die glorreichen sieben der Raub- und Kriminalgeschichten rund um Quedlinburg.
Mit der symbolischen Schlüsselübergabe an den Baubereich der Welterbestadt verabschieden sich die Quedlinburger und die Mitarbeiter des Schlossmuseums am 2. Februar nach 91 Jahren Laufzeit von ihrem jetzigen Schlossmuseum.
Wer Abschied nehmen möchte ist am Sonntag, 2. Februar 2020 herzlich eingeladen. Von 14 bis 16 Uhr gewähren die Welterbestadt Quedlinburg und die Evangelische Kirchengemeinde Quedlinburg freien Eintritt in das Schlossmuseum und die Stiftskirche und es findet ein kleines Rahmenprogramm (siehe Anhang) statt.
Alle Führungen und Aufführungen sind kostenfrei. Um eine Spende wird gebeten. Weitere Informationen: www.quedlinburg-info.de/sehenswert/museen.html und www.heinrich2019.de.
Das Schlossmuseum und die Stiftskirche sind noch bis zum 2. Februar 2020 von Dienstag bis Sonntag von 10-16 Uhr geöffnet. Letzter Einlass ist um 15 Uhr.

Für Rückfragen steht Ihnen Frau Doreen Klinger, 03946 905-684, doreen.klinger@quedlinburg.de gern zur Verfügung