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Panoramablick auf die Welterbestadt Quedlinburg

Ein Herz fürs Denkmal

16. Dez 2019

Prof. Dr. Gottfried Kiesow, Foto: M. Maack
Prof. Dr. Gottfried Kiesow, Foto: M. Maack

Quedlinburger sind eingeladen zur Ehrung für Prof. Dr. Gottfried Kiesow und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) am Dienstag, 17. Dezember 2019 um 13.30 Uhr, Schlossberg, Barockgarten

Quedlinburg – Fachwerktraum, Perle an der Straße der Romanik, Welterbe. Unsere Stadt ist weithin bekannt für ihren beschaulichen mittelalterlichen Charme, doch der kommt nicht von ungefähr. Mit großartigen Bestand an Fachwerkbauten, der eindrucksvollen Stadtbefestigung, den bedeutenden Sakralbauten und der Stadtkrone aus Schloss und Stiftskirche, geriet Quedlinburg nach der Wiedervereinigung nicht nur früh in den Blick begeisterter Denkmalfreunde, sondern seit 1991 auch in den Fokus der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Ein großer Fürsprecher und Freund der Welterbestadt Quedlinburg war Prof. Dr. Gottfried Kiesow (1931-2011), der die Stadt als Vorsitzender der größten privaten Initiative für Denkmalpflege in Deutschland, der DSD, viele Jahre begleitete. Zahlreiche Aktivitäten nahm er dabei persönlich in die Hand und ebnete die Wege für bedeutende Vorhaben in unserer Stadt. So konnte auf sein Bestreben in Quedlinburg das Deutsche Fachwerkzentrum entstehen. 2001 erwarb und sanierte die DSD das Palais Salfeldt um 2008 dort ein Tagungszentrum zu errichten. Auch Aufbau und Betrieb der ersten Jugendbauhütte in Deutschland, 1999 hier in Quedlinburg, geht auf die Initiative von Prof. Kiesow zurück. Junge Menschen können hier ein freiwilliges Jahr im Denkmalbereich leisten, sich spezielle Erkenntnisse aneignen und in vielen Fällen auch ihren Berufswunsch festigen.

Für Jahre übernahm die Stiftung den kommunalen Eigenanteil Quedlinburgs für das Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz, sicherte damit über Jahre eine kontinuierliche Stadtsanierung und rettete so unzählige Fachwerkhäuser.
In Quedlinburg zeigt sich der allumfassende Ansatz der Stiftung: Sie unterstützt Denkmaleigentümer bei der denkmalgerechten Instandsetzung ebenso wie bei der Suche nach nachhaltigen Nutzungen. Sie hat wichtige Impulse für die Stadt gesetzt.
Unermüdlich hat Prof. Dr. Kiesow für den Denkmalschutz geworben. Er hat Bücher geschrieben, Spenderreisen begleitet, sich dafür eingesetzt, dass seine Stiftung Gelder von der Glücksspirale bekommt und dass der Deutschlandfunk Benefizkonzerte veranstaltet. Zu Recht und folgerichtig wurde er dafür 1998 zum Ehrenbürger unserer Stadt ernannt.