Panoramablick auf die Welterbestadt Quedlinburg

Der krönende Abschluss unseres Festjahres

19. Dez 2019

Zum Festakt anlässlich des Jubiläums 25 Jahre UNESCO-Welterbe wurden Rolf Langhammer vom Förderverein Wipertikirche e.V. (r.), Sybille Rathmann vom Förderverein Historische Sammlungen Quedlinburg e.V. (2.v.r.) und Ralf Riediger vom Gästeführerverein Quedlinburg e.V. (2.v.l.) vom Oberbürgermeister der Welterbestadt Quedlinburg, Frank Ruch (l.), mit dem Quedlinburger Ehrenamtstaler ausgezeichnet. Foto: Jürgen Meusel
Zum Festakt anlässlich des Jubiläums 25 Jahre UNESCO-Welterbe wurden Rolf Langhammer vom Förderverein Wipertikirche e.V. (r.), Sybille Rathmann vom Förderverein Historische Sammlungen Quedlinburg e.V. (2.v.r.) und Ralf Riediger vom Gästeführerverein Quedlinburg e.V. (2.v.l.) vom Oberbürgermeister der Welterbestadt Quedlinburg, Frank Ruch (l.), mit dem Quedlinburger Ehrenamtstaler ausgezeichnet. Foto: Jürgen Meusel

Nach zahlreichen Feierlichkeiten, Erfolgen und Ehrungen während des Quedlinburger Festjahres, verbunden mit Glückwünschen, die unsere Welterbestadt aus dem ganzen Land erreichten, gab es am 17. Dezember 2019 eine letzte und lang herbeigesehnte Jubiläumsveranstaltung.

Anlässlich der 25 Jahre zurückliegenden Aufnahme Quedlinburgs in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes fanden viele Gäste den Weg in den großen Saal des Nordharzer Städtebundtheaters.

Oberbürgermeister Frank Ruch hieß das Publikum herzlich willkommen und erinnerte sichtlich bewegt an das damals für die Stadt zukunftsweisende Datum: „Heute auf den Tag genau vor 25 Jahren wurde die Urkunde ausgestellt.“ Noch vor 30 Jahren wäre Quedlinburg dem Verfall preisgegeben gewesen und nur knapp einem Flächenabriss entkommen, so das Stadtoberhaupt weiter. Mit Hilfe von Fördermitteln u.a. der Europäischen Union, von Bund und Land sowie von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz habe man einen Sanierungsgrad von 75 Prozent der mehr als 2.000 Fachwerkhäuser und 1.200 Einzeldenkmäler erreichen können, fügte Frank Ruch mit Stolz hinzu. Gratulanten und Festredner waren Dr. Gunnar Schellenberger, Staatssekretär für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt sowie Anne Katrin Bohle, Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Beide freuten sich mit den anwesenden Gästen über das bedeutungsvolle Jubiläum, überbrachten herzliche Gratulationen – und das aufrichtige Versprechen, Quedlinburg weiterhin zu unterstützen und den Erhalt des Welterbes zu sichern.
Doch nicht nur ihren finanziellen Förderern ist die Welterbestadt Quedlinburg dankbar.

Unverzichtbar sind vor allem unsere Bürgerinnen und Bürger, die im und mit dem Welterbe leben und die die Bedeutung des Welterbes erkennen und schätzen. Dazu gehören natürlich u.a. Privatleute, die sich der Herausforderung einer Fachwerksanierung annehmen sowie Vereine, die im Sinne unserer Stadt und ihrem Alleinstellungsmerkmal handeln.

Mit der Vergabe des Quedlinburger Ehrenamtstalers ehrten Frau Dr. Sylvia Marschner, Vorsitzende des Stadtrates, und Oberbürgermeister Frank Ruch die Leistungen dreier Quedlinburger Vereine, deren Mitglieder sich „unermüdlich im Dienste des Welterbes engagieren“. Die geschulten Kräfte des Gästeführerverein Quedlinburg e.V. beispielsweise führen tagein, tagaus unzählige Kulturinteressierte durch die Stadt und ihre Geschichte und verkörpern auf diese Weise die lebendige Verbindung zum Welterbe. Auch der Förderverein Wipertikirche Quedlinburg e.V. hat sich um das Quedlinburger Welterbe verdient gemacht. Durch das Einwerben von Spenden und Fördergeldern ermöglichten die Mitglieder weitreichende Maßnahmen zur Sanierung der romanischen Basilika. Dem Förderverein Historische Sammlungen Quedlinburg e.V. wurde die besondere Ehre ebenfalls zuteil. Dem Verein und seinen Mitgliedern ist es zu verdanken, dass die Goldscheibenfibel aus Groß Orden aus dem 7. Jahrhundert restauriert werden konnte und in der Sonderausstellung „Heinrich I. in Quedlinburg“ als herausragendes Ausstellungsstück präsentiert werden kann. Seit 1998 gibt er jährlich das heimatkundliche Jahrbuch „Quedlinburger Annalen“ heraus und unterstützt die museumspädagogische Arbeit. 

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt durch die Harzer Sinfoniker und Solistin Julia Botchkovskaia.